Liebe Mitglieder,
hiermit laden wir Sie recht herzlich zur diesjährigen Jahreshauptversammlung am 22. Mai 2012 um 19:00 Uhr in das Stadtmuseum Simeonstift ein.
| Tagesordnung | |
| TOP 1 | Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Verabschiedung der Tagesordnung |
| TOP 2 | Bericht des Vorsitzenden über das Geschäftsjahr 2011 |
| TOP 3 | Bericht des Schatzmeisters Dr. Peter Späth |
| TOP 4 | Bericht der Kassenprüfer |
| TOP 5 | Aussprache über die vorangegangenen Berichte |
| TOP 6 | Entlastung des Vorstands |
| TOP 7 | Wahl der Kassenprüfer |
| TOP 8 | Anträge der Mitglieder (sind gem. § 6 Abs. 1 der Satzung mind. 10 Tage vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand einzureichen) |
| TOP 9 | Sonstiges |
Nach der Versammlung hält Herr Dr. Bernd Röder, Mitarbeiter des Stadtmuseums, einen Vortrag zum Thema „Johann Wyttenbach als Retter und Bewahrer Trierer Kulturgüter nach der Säkula-risation“.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Ihre Anmeldung
bis zum
18. Mai 2012 unter Telefon/Anrufbeantworter 0651/84665
bei
Herrn Gustl Thormeyer.
Mit freundlichen Grüßen
| Karlheinz Scheurer | Dr. Elisabeth Dühr | Dr. Peter Späth |
Die Trier Gesellschaft engagiert sich mit anderen Vereinen ehrenamtlich in der Denkmalpflege.
Ohne ehrenamtliches Engagement kommt keine Gemeinschaft aus, auch nicht die der Denkmäler. In Zeiten knapper Kassen, in denen sich die Kommunen immer stärker auf ihre Pflichtaufgaben beschränken, wird der unentgeltliche freiwillige Einsatz von Bürgern und privaten Initiativen sogar bisweilen zur Überlebensfrage für das kulturelle Erbe.
Auch in Trier mit seinem reichen Denkmalschatz gibt es jede Menge engagierte Bürger, die sich mit Herzblut, Ausdauer, ideellem und materiellem Einsatz um die städtischen Denkmäler sorgen und zu ihrem Erhalt beitragen. Eine dieser ehrenamtlichen Initiativen ist die Trier Gesellschaft. In diesem Jahr hat der 1982 gegründete Verein für seinen Einsatz den Bürgerpreis der Stadt für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement erhalten.
„Es macht einfach Spaß zu erleben, dass Denkmäler mit unserer Hilfe erhalten werden und die Stadt dadurch bereichert wird“, sagt Karlheinz Scheurer, der Vorsitzende der Gesellschaft. Schon immer hat sich der Versicherungsfachwirt, der – wie er schmunzelnd berichtet – „mit den Manderscheider Burgen aufgewachsen“ ist, für Denkmäler und Geschichte interessiert. Auch heute kann er sich einen Urlaub ohne Denkmalbesuch kaum vorstellen. In Trier zu leben, bedeutet dem Denkmal- Fan denn auch Denkmallust ohne Ende.
Ein Traumtänzer ist der Präsident der 400 Mitglieder zählenden Gesellschaft freilich keineswegs. Neben Liebe wird Geld benötigt. Wirksame Denkmalpflege kostet Geld, wissen Scheurer und seine Vereinigung. Stattliche 1,4 Millionen Euro hat die Trier Gesellschaft seit ihrer Gründung gesammelt – aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Vermächtnissen und Tombolas. Damit konnten bislang 92 größere und kleinere Projekte finanziert werden. Zu den stolzesten Maßnahmen des eingetragenen Vereins gehört die Restaurierung des mittelalterlichen Frankenturms, bei der die Gesellschaft Bauherrin war und für die sie 100 000 Euro aufbrachte. Andere Projekte sind die Instandsetzung des Balduinsbrunnens und des St.- Georgs-Brunnens am Kornmarkt. „Wir haben hier in Trier so viele wertvolle Dinge“, freut sich Scheurer. „Je mehr wir attraktiv präsentieren können, umso mehr Interesse wecken wir bei der Bevölkerung. “Wenn es ums attraktive Präsentieren geht, steht der rührige Denkmalfreund nicht an, neben Geld auch Sachspenden wie Lampen einzuwerben, um die Denkmäler ins rechte Licht zu rücken.
Ausgewählt werden die Projekte aus Anträgen. In Beratungen mit dem städtischen Amt für Denkmalpflege, dem Beirat und sonstigen Fachleuten wird der Wert des zu fördernden Denkmals beurteilt, dazu seine Bedeutung für die Bürger und die Trierer Geschichte. Wenn es um das Einsammeln von Spenden geht, greift Scheurer gern auf seine lange Berufserfahrung zurück. „Es reicht nicht, darauf zu warten, dass jemand etwas spendet“, sagt er. „Man muss auf die Leute zugehen, Vertrauen erzeugen und Transparenz, was die Aktivitäten der Vereinigung angeht.“
Als nächstes großes Projekt will die Trier Gesellschaft gemeinsam mit der Stadt die sogenannte Bastion an der Südallee sanieren. Auf rund 30 000 Euro wird der Aufwand dafür geschätzt.
Früher war der Rundturm Teil der Trierer Stadtmauer. Jetzt soll das Bauwerk, das als Bastion Südallee bekannt ist, restauriert werden. Dafür werden Spenden benötigt.

Achtlos fahren die meisten Autos an dem ins Erdreich abgesunkenen und lange Zeit hinter Büschen versteckten alten Turm vorbei. Dabei ist das stattliche Bauwerk auf dem Grünstreifen der Südallee, das die Trierer als Bastion bezeichnen, ein Rest der ehemaligen Stadtmauer, die einst hier entlang der Allee verlief und die Stadt vor Feinden und Eindringlingen schützte.
Kurz nach 1540 wurde der mächtige Rundturm aus roten Sandsteinquadern errichtet. Fast 15 Meter misst im Durchmesser das beachtliche Bauwerk, das als Wehrturm genutzt wurde. Im Schutz seiner Schießscharten konnten unterschiedliche Geschosse eingesetzt werden. Abgeschossen von der Höhe des Turms, vergrößerten sich Reichweite und Durchschlagskraft. Rundtürme waren überdies besonders widerstandsfähig bei Belagerungen. Das Untergeschoss des Turms, das heute im Boden versteckt liegt, wurde als Geschützkammer genutzt.
Jetzt soll das vom Verfall bedrohte Denkmal als Zeugnis der Stadtgeschichte restauriert und angemessen beleuchtet werden. Das Vorhaben ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Trier und der Trier Gesellschaft. Auf rund 30 000 Euro werden die Kosten für Mauerwerkssanierung und Beleuchtung geschätzt. Ohne Hilfe ist die Sanierung allerdings kaum zu schultern. Damit der Turm gerettet und zeitnah instandgesetzt werden kann, wird dringend um Spenden gebeten.
Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich am Sammeln von Spenden für die Bastion Südallee. Der Erlös des Benefizkonzerts „Grundton D“ in der Liebenfrauenkirche am Tag des offenen Denkmals kommt der Sanierung des Bauwerks zugute. „Grundton D“ ist eine seit 1990 gemeinsam mit dem Deutschlandfunk veranstaltete Konzertreihe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Die Trier-Gesellschaft hat einen neuen Vorstand. Den 1982 gegründeten Denkmalrettungsverein führen in den kommenden drei Jahren Karlheinz Scheurer (Vorsitzender), Elisabeth Dühr (Vize-Vorsitzende) und Peter Späth.

Trier. Davon können viele andere Vereine nur träumen: Die Trier-Gesellschaft ist weiter auf Wachstumskurs. Derzeit zählt sie 402 Mitglieder - so viele, wie noch nie. Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani ist das "mehr als nur recht, denn eine starke Vereinsbasis ist eine wichtige Voraussetzung für die Fortsetzung der für Trier so wertvollen Arbeit".
Seit seiner Gründung 1982 hat der Verein rund 1,4 Millionen Euro an eigenen Mitteln für Wiederaufbau, Instandsetzung und Erhaltung von Kulturdenkmälern ausgegeben und damit eine vielfach höhere Investitionen mobilisiert. Beispiel Balduinbrunnen: Dessen Generalsanierung (2009/10) machte die Trier-Gesellschaft mit Beharrlichkeit und einem Eigenanteil von 60 000 Euro erst möglich. An dem insgesamt gut 300 000 Euro schweren Projekt beteiligten sich dann außerdem Stadt, Land, Denkmalstiftungen und private Spender. So darf es aus Sicht der klammen Stadt, die kaum mehr eigene Sanierungsprojekte auf den Weg bringen kann, gerne weitergehen.
Die personellen Weichen dafür hat die Trier-Gesellschaft in ihrer Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Frankenturm gestellt. Rund 60 Mitglieder wählten einmütig den elfköpfigen Vorstand, der dann wiederum aus seinen Reihen das geschäftsführende Trio bestimmte: Versicherungskaufmann Karlheinz Scheurer (59), vorher Schatzmeister, ist neuer Vorsitzender; Stadtmuseums-Chefin Elisabeth Dühr (53) Vize-Vorsitzende und Sparkassen-Vorstandsmitglied Peter Späth (42) Schatzmeister. Ehrenamtlicher Geschäftsführer ist wie seit 1982 August-Hermann "Gustl" Thormeyer (74).
Aus Altersgründen nicht mehr zur turnusgemäßen Neuwahl angetreten waren der bisherige Vorsitzende Gerd Burscheid und Stellvertreter Rainer E. Meyer (beide 70). Lohn für ihr Engagement: Die Versammlung ernannte Burscheid zum Ehrenvorsitzenden und Meyer zum Ehrenmitglied. Der alte Vorstand hat ein komfortables Polster hinterlassen: Die Nachfolger können über ein Vereinsvermögen von 160 000 Euro verfügen. Nächste Denkmalrettungsprojekte gelten unter anderem der Bastion in der Südallee und dem neubarocken Tor am Angela-Merici-Gymnasium in der Sichelstraße. Um weiterhin flüssig zu bleiben, sucht die Trier-Gesellschaft weitere Förderer und Mitglieder.
Am Tag des offenen Denkmals (1. September) ist die Trier-Gesellschaft aktiv beteiligt. Sie bietet Führungen durch den Frankenturm und seinen mittelalterlichen Keller (Dietrichstraße) sowie durch die Sektkellerei in der Gilbertstraße an und sammelt Spenden für die Bastion in der Südallee, die dann ebenfalls zugänglich ist. Die Mauerwerkssanierung an dem um 1540 erbauten Wehrturm (Foto) planen Rathaus und Trier-Gesellschaft als gemeinsames Projekt. Dafür werden rund 30 000 Euro benötigt.
Die Trier-Gesellschaft steht nach der Vorstandsneuwahl unter Leitung von Karlheinz-Scheurer (Vorsitzender), Dr. Elisabeth Dühr (zweite Vorsitzende) und Dr. Peter Späth (Schatzmeister). Beisitzer sind OB Klaus Jensen, Prof. Dr. Lukas Clemens, Prof. Dr. Rudolf Terner, Gilbert Haufs-Brusberg, Herbert Tschic kardt, Gerd Kintzinger, Arne Rössel, Hans-Peter Lürenbaum; Geschäftsführer: Gustl Thormeyer. rm.
Mai statt Januar: Der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen hat am Dienstag seinen Bürgerempfang nachgeholt (der TV berichtete). Zugleich verlieh er Bürgerpreise für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement.
Trier. Klaus Jensen war voll des Lobes. Nicht nur für die Träger des Bürgerpreises der Stadt Trier (siehe Extras unten), sondern generell: Für die Stadtverwaltung, für seine Dezernenten im Stadtvorstand, für Trier und die Trierer insgesamt. Deutlich war dem Oberbürgermeister in den Viehmarktthermen anzumerken, dass er allzuviel Kritik an der Stadt, an der Verwaltung und letztlich auch an seiner Person leid ist.
Gefragter Immobilienstandort
Da passte es ins Bild, dass er gleich zu Beginn seiner Rede die Genehmigung des Trierer Haushalts verkünden konnte (mehr dazu auf Seite 7). Die eher prekäre Finanzlage der Stadt erwähnte Jensen nur am Rande. Bei einem Neujahrsempfang wohl auch sein gutes Recht, da (selbst-)kritische Worte bei derlei Anlässen eher unüblich sind.
Und ein Neujahrsempfang war der Bürgerempfang schließlich - wenn auch im Mai. Grund: Im Januar habe es unter anderem durch den offiziellen Empfang des Ministerpräsidenten Kurt Beck in Rheinland-Pfalz eine solche Häufung derartiger Empfänge in Trier gegeben, dass die Stadt sich für eine Verschiebung entschied. Ein gutes neues Jahr habe er gleichwohl schon einigen versehentlich gewünscht, erzählte Jensen zu Beginn seiner Rede schmunzelnd, und erläuterte dann die aus seiner Sicht "dynamische Entwicklung, die unsere Stadt vollzieht." Die Zahl der Arbeitslosen sei sehr niedrig, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Versicherten dagegen steige kontinuierlich an. Die Zahl der Insolvenzen läge in Trier nur halb so hoch wie im rheinland-pfälzischen Durchschnitt. Die Einwohnerentwicklung (es gibt derzeit rund 105 000 Trierer) sei positiv.
Bundesweit gehöre Trier zu den gefragtesten Immobilienstandorten. "Das ist ein Indikator dafür, dass man sich von dieser Stadt nicht abwendet sondern sich ihr zuwendet", folgerte Jensen. Als weitere Indikatoren für die positive Entwicklung führte der OB unter anderem die überdurchschnittliche Zahl von Gewerbeanmeldungen in Trier an, überdurchschnittliche Einkommensentwicklung der Bürger und die Tatsache, dass Trier unter den hundert größten Städten auf Platz sechs bei den Übernachtungszahlen liege.
Die Herausforderungen für die Stadt zählte Jensen an den Aufgabengebieten für seine Dezernenten auf. Vor allem Schulentwicklung und Erhöhung der Kita-Platz-Zahlen beschäftigten Angelika Birk, die Konversion in Trier-Feyen und die Entwicklung in Trier-West Simone Kaes-Torchiani und die Suche nach dem neuen Feuerwehrstandort Thomas Egger. Vom Dezernentenlob ging es dann weiter zum Bürgerlob. Jensen verlieh den insgesamt mit 3000 Euro dotierten Bürgerpreis der Stadt Trier für "beispielhaftes ehrenamtliches Engagement zum Wohl der Allgemeinheit" (siehe unten). Der Bürgerpreis wird von der Sparkasse Trier gestiftet, eine Jury aus dem Oberbürgermeister und den Stadtratsfraktionen entscheidet über die Vergabe.
Marga und Rainer Haubrich erhalten den Bürgerpreis, weil sie seit vielen Jahren Pflegekinder in ihrer Familie aufnehmen. Die leiblichen Eltern dieser Kinder sind oft unfähig, sie aufzuziehen. Viele haben Alkohol- oder Drogenprobleme, sind langfristig krank oder psychisch dazu nicht in der Lage, so dass das Jugendamt Pflegefamilien suchen muss. Oberbürgermeister Klaus Jensen hob die große Verantwortung hervor, die Pflegeeltern übernehmen. Die Haubrichs haben selbst fünf Kinder. In der Patchworkfamilie brachten beide Partner Kinder mit, so waren sie gewohnt, sich auf "Neuzugänge" einzustellen. Heute haben die Haubrichs drei Pflegekinder. Marga Haubrich dankt für die mit dem Preis verbundene Anerkennung, die sie auch stellvertretend für andere Pflegeeltern in Empfang nehme. Sie wünsche sich, dass noch mehr Eltern bereit wären, Kindern aus schwierigen familiären Verhältnissen zu helfen.
Das Demenzzentrum Trier arbeitet unter anderem mit einem zehnköpfigen Team aus ehrenamtlichen Helferinnen, die zu zweit etwa zehn Demenzpatienten bei nachmttäglichen Runden betreuen. Vor allem an diese Ehrenamtler sowie an den Trägerverein war der Preis gerichtet, den der Trierer Internist Professor Bernd Krönig entgegennahm. Krönig, Vorsitzender des Trägervereins, war maßgeblicher Initiator für das Demenzzentrum. Eine Motivationsquelle für die nicht immer ganz einfache Betreuung der Demenzpatienten ist für die Helferinnen neben dem Einsatz für einen Mitmenschen die Dankbarkeit der pflegenden Angehörigen. Das Demenzzentrum berät diese, vermittelt Hilfen und bietet ein Forum zum Austausch. Krönig dankte für den Preis, nicht nur, weil die finanzielle Unterstützung willkommen sei, sondern weil er zeige, wie wichtig es sei, Demenzkranke voll in die Gesellschaft zu integrieren.
Die Trier-Gesellschaft, getragen von 400 Mitgliedern, hat sich dem Denkmalschutz in der Stadt verschrieben. Der offizielle Vereinsname lautet "Gesellschaft zur Erhaltung Trierer Kulturdenkmale". Der Verein hat seit seiner Gründung 1982 schon 1,4 Millionen Euro für 94 größere und kleinere Projekte gesammelt. Darunter waren Großspenden für die Sanierung des Frankenturms, des Balduinsbrunnens oder des Georgsbrunnens am Kornmarkt, aber auch für viele kleinere Projekte in den Stadtteilen oder die Anschaffung wertvoller Stücke für die Museen sowie die Unterstützung von Ausstellungen. Allein für die Sanierung des Frankenturms, bei dem die Trier-Gesellschaft auch als Bauherr auftrat, kamen über 100 000 Euro an Bürgerspenden zusammen. Vereinsvorsitzender Gert Burscheid nahm den Preis der Stadt dankend entgegen und nutzte die Gelegenheit gleich zur weiteren Mitgliederwerbung.